Meine Motive..

Die Motive einen Blog einzurichten..

Nun bin ich seit über vier Jahren nicht mehr einzig Frau, sondern Mutter, mittlerweile zweier Töchter..so gehören Spielplätze,Kinderkleidung und -Spielzeug zu meinem Alltag.

Ich bin vieles, auch Feministin,..

..und mittlerweile auch ganz schön frustriert, denn die Welt, die sich seit der ersten Welle der Frauenbewegung so sehr gewandelt hat, scheint mir nun nur noch in blau oder rosa geteilt zu werden, in den Köpfen der Eltern, ein Flächenbrand, gelegt von der Industrie, dem Markt für Kinderartikel jeder Art… Es hat dreieinhalb Jahre gebraucht, bis ich eine andere Frau mit Kind getroffen habe, die in gleicher Weise davon überzeugt ist, dass Mädchen und Jungen ungleich gemacht werden, indem die Gesellschaft eine klare Trennung zwischen weiblich und männlich macht, vorlegt und verlangt. Kinder passen sich an das von ihnen erwartete Bild an. Und zwar an das gesellschaftliche, nur zum teil an das der Eltern!!!

Ich hatte schon fast aufgegeben, bis ich endlich eine gleichgesinnte traf, mit der ich nun Bücher tausche und frei sprechen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass sie sich von dem was ich sage angegriffen fühlt..der Blick der einer entgegen springt, auf einen Satz, wie:“..ich bin gegen die geschlechtsspezifische Zuordnung von Eigenschaften, Farben und Kleidung!“,als hätte ich gesagt „Ich finde dich bescheuert und du bist eine Schande für jede Frau!“, deshalb halte ich mich zurück, wenn das Thema eines small- or tolltalks sich mal wieder auf die angeblich biologisch begründeten ja so klaren, großen Unterschiede zwischen kleinen Mädchen und Jungen richtet und ich dann versuche kleine Denkanstöße zu geben, die ich mit privat erlebten und wissenschaftlichen Beispielen, z.b. aus der Geschlechterlüge, von Cordelia Fine belege.

Es muss doch noch mehr Mütter in Berlin geben, die nicht an das Märchen vom großen Unterschied glauben! Und so schreibe ich in Zukunft nach dem Vorbild von Marianne Grabrucker in Typisch Mädchen..

Den Anstoß dazu gab mir die Antwort von pinkstinks, auf meine Mail:

 Hallo!

..vielen Dank für die Fackel im Sturm!!!

Ich komme gleich zur Sache, jedesmal wenn ich auf dem Spielplatz bin, weiß ich nicht, ob ich lachen, heulen, oder kotzen soll, wahrscheinlich rosa Blümchen..
> Ich bin verzweifelt, immerzu werde ich belächelt, wenn ich von Schneemenschen, Weihnachtsfiguren, Müllleuten oder auch mal von Feuerwehrfrauen spreche..ich habe zwei starke, intelligente, phantasievolle, empathische und wunderschöne Töchter, die ständig für Jungen gehalten werden, weil ich ihnen keine zu enganliegenden, sexualisierten Klamotten mit magersüchtigen Feen darauf kaufe, selbst in einem Kleid werden sie als Jungen bezeichnet, weil sie in grün und blau gehüllt und auch Assessors und Schuhe nicht die typischen Mädchenartikel sind..
> In den drei Jahren, in denen ich die Friedrichshainer Spielplätze besuche habe ich nur eine andere mutter getroffen, die so ähnlich tickt..
> Aber es gibt doch noch mehr!!!
> Nun habe ich auf der Suche gemerkt, dass ich einfach keine Gruppe, keinen Verein für den einfachen regelmäßigen Austausch darüber finde..der queer-feministische stricktreff scheint in Berlin den einzigen Ort darzustellen, wo sich regelmäßig menschen in diese richtung treffen.
> Ich möchte meinen kindern aber die möglichkeit geben sich auch mal in einem Raum zu bewegen, in dem ich nicht belächelt werde, weil ich von kindern und nicht von mädchen und jungen rede, als wären sie von unterschiedlichen Planeten, die größte gemeinsame Schnittmenge ist doch, dass wir alle menschen sind, verdammt!!!
> Ich glaube, wenn ich mir noch einmal von einer intelligenten frau auf dem Spielplatz anhören muss, dass jungen lebhafter seien und mädchen eher soziales Rollenspiel mögen, dann fange ich an zu schreien, es ist so einengend immer ruhig Denkanstöße zu geben anstand meine Meinung frei zu äußern, weil sich mein*e gegenüber dann sofort von der Radikalfeministin angegriffen fühlt, die ich ja noch nicht mal bin, ich sitze ja gerade zuhause hinterm Herd mit freien Gedanken..
> Ich möchte gerne einen Raum für all das finden, bin ich zu schusselig dafür, oder muss ich ihn selbst einrichten? Könntet ihr mir da weiterhelfen? Ich habe sowas noch nie gemacht, wie geht das? Wo kann ich die Info rein stellen, wenn ich einen Ort finde, muss ich einen Verein gründen? Wie erreiche ich die Eltern?
>
> Lovis

Die Menschen bei „pinkstinks“ beeindrucken mich sehr, sie betreiben Lobbyarbeit gegen das stereotype, sexualisierte Frauenbild in der Werbung und die Geschlechterrollen, die Mädchen und Jungen von der Spielzeugindustrie und Medien, wie GNTM…aufgezwungen werden!

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