Soviel…

Es schwirren mir so viele Gedanken und Geschichten durch den kopf..

Seit ich den blog eingerichtet habe bin ich fasziniert am lesen, entlich habe ich gefunden, was ich vier Jahre lang gesucht habe, zu spät, zu spät, denn meine große Tochter ist tot. Es raubt mir den Verstand, zerreißt mich, sie wird mir nicht sagen, ob ichs gut gemacht habe, sie wird all die Freiheit nicht nutzen können, sie wird nicht erwachsen werden, sie ist nur drei Jahre alt geworden.

Alles, was wir wollten ist zerstört, jeder Traum unerreichbar. Da ist noch ihre kleine Schwester, die mutig, beinahe furchtlos und so voller Zuversicht nach vorn schaut, die Große hat das letzte mal mit ihr gespielt, als sie 10 Monate alt war, die Erinnerung an sie wird verschwinden, einzig dieses Gefühl so unglaublich von ihr geliebt zu werden, das wird ihr bleiben, ihre Eltern sind betäubt, sicher, ich singe, tanze, lache mit ihr, wir gehen auf Spielplätze, treffen Freunde, besuchen eine Trauergruppe, aber die Große fehlt, egal wo wir sind, oder wo wir hingehen, sie fehlt und auch wir sind gestorben, aber wir haben nicht aufgehört zu leben, ich verstehe nicht, wie mein Herz weiter schlagen kann und dann nimmt die Kleine mich an die Hand und quiekt „Mamma mitkommen“ und ich spühre leben und, dass die Große die Kleine mehr geliebt hat, mehr liebt als sonst etwas, oder jemand auf der Welt..

Wie geht es weiter, ohne sie? Die Antwort ist, mit ihr, wir nehmen sie mit, in Gedanken, in Gefühlen, in unserer Lebensart.

Seit ihrem plötzlichem Tod im Februar, durch den unser Überschallflug von einer zur anderen Sekunde einfach gegen eine unüberwindbare Mauer gekracht ist, vergrabe ich mich in feministischer Literatur, Büchern über Matriarcharte, über Genderfragen und tue vieles, was ich früher nicht konnte, wir alle hatten das Gefühl, dass die Große einmal etwas Welt bewegendes tun wird, nun darf sie das nicht mehr, aber wir werden unser bestes tun, um dem gerecht zu werden, was sie ausmacht!!!

Ich wollte es hier eigentlich nicht schreiben, aber vieles wirkt seltsam, wenn ich es umschreibe, mit ihr und ohne sie, auch die Trauergruppe ist ein Teil der Welt, über die ich schreiben werde.

Lovis Räubermutter

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