Warum ist Janosch sexistisch? II

 

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So, nachdem sich dieser beitrag, „Warum ist Janosch sexistisch? I „, vieler klicks erfreut, habe ich mal über den tellerrand meiner suppe geschaut und ein bischen recherchiert…

Die welt hatte sich mit dem 80. geburtstag des autors beschäftigt und ist dafür nach teneriffa geflogen, hier der artikel:

Ich hab da mal einen auszug rausgefischt…erhebungen und kursiv von mir…

„…Janosch mag auch keine Frauen. Seine Freundin Ines wohl schon. Sie ist 30 Jahre jünger, sie sind nicht verheiratet, er nennt sie, wenn sie nicht dabei ist, „meine Alte„. Aber: „Ich bin Weiberfeind„, sagt Janosch. Weil sie nicht mit ihm schlafen wollten, früher, bevor er berühmt war, bevor „mir die Prostata ausgebaut wurde“. Seit er nicht mehr könne, sagt Janosch, fühle er sich befreit.

Die Geschichte „Guten Tag, kleines Schweinchen“ sagt viel aus über Janoschs Frauenbild: Da trifft der kleine Tiger im Wald das kleine Schweinchen. Spielt mit ihm, verlässt den kleinen Bären, zieht beim Schweinchen ein. Doch dann muss der Tiger nur noch schuften, das Schweinchen schickt ihn zum Einkaufen, lässt sich von ihm bedienen, kommandiert ihn herum. „Das machen doch alle Frauen“, sagt Janosch. Die befehlen. Das ist nicht gut….“

„…Wenn man das also mal zusammenzählt: Janosch hasst Frauen, er mag Kinder nicht, er hasst die katholische Kirche, er mag sein Werk nicht. Und sein Leben eigentlich auch nicht…“

-interessant-

Hier ein beitrag eines vaters, auf kleinerdrei.org veröffentlicht, der feststellen musste, dass er bei den kinderbücherklassikern, die er selbst als kind liebte ganze passagen, sogar seiten auslassen muss, weil er seiner tochter die darin suggerierte sexuelle ferfügbarkeit und verpflichtung nicht eintrichtern möchte…schöner text!!!

-…-

Ein sehr schöner artikel über frauenbilder in kinderbüchern erschien in der sonst eher genderforschung verhönenden zeit-online, auch janosch wird hier erwähnt…

„„Vom pfiffigen Peter und der faden Anna“ nannte Astrid Matthiae ihr 1986 erschienenes Buch „Zum kleinen Unterschied im Bilderbuch“. Auf einen der erfolgreichsten Autoren geht sie besonders ein: Janosch, dessen Arbeit frischen Wind in die Bilderbuchlandschaft gebracht haben soll. „Aber mit den neuen Formen ist das traditionelle Frauenbild nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil, sie macht es hoffähig auch für solche Menschen, die die herkömmlich-biederen Bilderbücher nicht mehr leiden können“, glaubt Astrid Matthiae und stellt fest: „Die Hauptfiguren oder Helden seiner Geschichten sind männlich; weibliche Gestalten sind Dekoration, Randfiguren, auch mal Negativkontrast für einen positiven Helden. Neben der gottergebenen Bäuerin zeigt Janosch das duldsame und das aufreizende Sexualobjekt, die Dumme, die Mißgünstige und die Geltungssüchtige. Kreativität, Phantasie, die für Janoschs männliche Hauptfiguren die wichtigsten Qualitäten sind, entwickeln sie nicht. Allenfalls sind sie verständnisvolle Zuhörerin für den von Abenteuern heimkehrenden Helden.“ Wo Frauen stehen, teilt ein typischer Janosch-Reim so mit: „Der Löwe ist ein Musikante, im Hintergrund steht seine Tante.
In Düsseldorf scheinen Janoschs Rollenklischees jedoch nicht mehr so ganz gefragt: In der Liste der 20 am häufigsten ausgeliehenen Bilderbücher war keiner seiner Bestseller. “

Der gesamte, wirklich zu empfehlende artikel, hier.

-…-

Eine pdf-datei als download,

Schweinchen und Tigerenten. Weiblichkeitskonstrukte und Geschlechterbeziehungen bei Janosch.„, von Ewa Turkowska (Radom)

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Und noch ein eher allgemein geschriebener beitrag, zum thema heile welt in kinderbüchern, ist die realität denn zumutbar, oder doch Pipi:

-..-

So, nachdem ich auf einen artikel dazu in der zeitschrift der neuen rechten, der jungen freiheit gelandet bin, habe ich keine lust mehr…

Hier zum ersten teil,

Warum ist Janosch sexistisch? I „.

Lovis

 

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Ein Gedanke zu “Warum ist Janosch sexistisch? II

  1. OK, da weiß ich jetzt, was ich nicht kaufe 😉 Die Tigerente kenne ich auch nur von Tassen, Tellern, aus dem Fernsehen… Dann doch Astrid Lindgren vorlesen.
    LG, Marlene

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