feuerwehrfrauen und geburtshelfer

Auf meiner suche nach wissenschaftlichen arbeiten zu gendern und ungleIchheit der geschlechter, die sich in der haltung der kita wiederspiegelt, bin ich auf ein tolles intervew gestoßen, in dem sehr schön aspekte und zusammenhänge genannt und studienergebnisse die klare ursache-wirkung, zwischen unsichtbar machen und geringerem lohn für arbeit von frauenhänden und frauenköpfen aufzeigen!!!

Endlich beweise für unzählige eigenner thesen!!!

Ich zitiere meine lieblingsfragen und -antworten, aus dem artikel des tagesspiegels, gender in dersprache feuerwehrfrauen und geburtshelfer helfen bei der berufswahl;

Geschlechtergerechte Sprache kann die Entscheidung für einen Beruf beeinflussen, hat die Psychologin Bettina Hannover in einer Studie festgestellt. Wird die weibliche Form verwendet, trauen sich auch Mädchen den Beruf zu. Aber auch Jungen lassen sich motivieren.

1.

Warum fühlen sich Mädchen nicht angesprochen, wenn von Ingenieuren, Astronauten, Maurern die Rede ist?

-In der Psychologie sprechen wir von „Selbstwirksamkeit“: Wie sehr traut sich eine Person zu, eine Herausforderung zu meistern? Mädchen haben gegenüber maskulin konnotierten Berufen eine geringe Selbstwirksamkeit, sie sind also weniger überzeugt, diesen Beruf ausüben zu können. Außerdem werden stereotyp männliche Aufgaben generell als schwieriger eingeschätzt. Unsere Studie belegt, dass geschlechtergerechte Sprache dieser Stereotypisierung entgegenwirken kann. Die Selbstwirksamkeit der Mädchen steigt, wenn die Paarform verwendet wird. Auch Jungen trauten sich die Berufe eher zu, wenn auch die weibliche Form verwendet wurde! Und: Die beobachteten Effekte gelten auch andersherum. Wenn man von „Geburtshelfern und Geburtshelferinnen“ spricht, lernen schon Kinder, dass natürlich auch Männer diese Tätigkeit ausüben können.

2.

Haben die Ergebnisse Sie überrascht?

-Nein. Unsere Studie war in ein großes, EU-finanziertes Forschungsprojekt eingebunden, das deutlich den Zusammenhang zwischen dem Verwenden von Sprache und der Wahrnehmung von Geschlecht belegt. Untersuchungen der zugrunde liegenden kognitiven Mechanismen zeigen, dass wir unser Sprechen lebenslang an neue Sprachgewohnheiten anpassen. Folglich haben auch sprachpolitische Maßnahmen einen direkten Einfluss auf uns.

3.

Die Psychologie belegt also das alte feministische Anliegen, dass es nicht reicht, Mädchen und Frauen mit der männlichen Form „mitzumeinen“?

-Genau. Sprache kann Menschen oder Gruppen von Menschen sichtbar oder unsichtbar machen. Die explizite Erwähnung von männlichen und weiblichen Personen ermöglicht es uns, im Gedächtnis Informationen zu aktivieren, die auf die jeweilige Personengruppe bezogen sind. Wenn wir von „Ärzten und Ärztinnen“ sprechen, sehen wir mental also tatsächlich Männer und Frauen in weißen Kitteln. Es gibt dazu eine andere schöne Studie, die Auswirkungen des geschlechtergerechten Sprechens auf unser Denken belegt: Hier wurden SPD-Mitglieder befragt, wer für das Amt des Bundeskanzlers – oder eben der Bundeskanzlerin – infrage käme. Die Personen, die mit dem generischen Maskulinum konfrontiert waren, nannten nur Männer, während die andere Gruppe unter Verwendung der Paarform auch mit Kandidatinnen aufwartete.

4.

Die Studie legt auch einen tiefliegenden gesellschaftlichen Sexismus offen: Die Kinder schätzen einen Beruf, sobald er auch von Frauen ausgeübt wird, als leichter erlernbar ein. Wie kommt das?

-Tatsächlich sinkt immer dann, wenn Frauen ein berufliches Feld betreten, das durchschnittliche Einkommensniveau. Frauen übernehmen oft für weniger Geld die gleichen Aufgaben – weil sie darauf angewiesen sind, weil sie oft nur Halbzeit arbeiten können, aber auch, weil sie ihre eigene Arbeit nicht für wertvoll und sich selbst nicht für kompetent genug halten. Unsere Studie zeigt, dass schon kleine Kinder solche Geschlechterstereotype verinnerlicht haben. Das ist etwas, das wir beklagen und bekämpfen müssen.“

Aber wie ichs verpacken kann weiß ich nicht, die leute fühlen sich immer so angegriffen oder belustigt, wenn ich mit feminismus komme, als würde ich ihnen ihr erbe streitig machen wollen, wenn ich sage, was ich denke und was die wissenschaft belegt.

Lovis

 

4 Gedanken zu “feuerwehrfrauen und geburtshelfer

  1. Ich geb dir recht, dass solche Anliegen sehr oft grauslich ausarten, weils dabei selten um die Sache geht, sondern oft darum, die Leuts mit den berechtigten Anliegen als hysterische Feministinnen zu outen und DAS wird dann das Thema.
    Vielleicht hilft es, genau das zur Sprache zu bringen, wenn es getan wird – das es hier um die Sache geht, und um nichts anderes.
    Es kann jedenfalls nicht die Lösung sein, dass wir uns selbst zensieren, weil wir die unsachliche, nervige, Reaktionen fürchten.
    Naja, ich hab gut reden… Viel Kraft und ganz viel Erfolg, Schwester!

    Gefällt 3 Personen

    1. Mensch merkt es beschäftigt mich. Ich habe mich gestern an einen satz erinnert, den ich selbst zum thema frauenstreik geschrieben habe, wir sollten fordern, was gerecht wäre, ohne angst zu haben nicht ernst genommen zu werden“, danke für Euren zuspruch, vielleicht gibt es gar nicht so viel wiederstand, Danke, Schwester!!!

      Gefällt 2 Personen

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